Was „1 Stk Olivenöl“ mit gutem Design zu tun hat
Kleine Sache, die uns lange geärgert hat: Wenn im Vorrat etwas Neues landete, stand da erstmal „1 Stk“. Egal ob Olivenöl, Mehl oder Milch.
„1 Stk Olivenöl“ hilft niemandem. Niemand denkt in Stück-Olivenöl. Man denkt in der Flasche, die im Schrank steht – 750 ml. Und wenn die App etwas anderes behauptet, glaubt man ihr beim nächsten Blick in den Vorrat auch die anderen Zahlen nicht mehr.
Warum das nicht einfach „ein Dropdown“ ist
Der naheliegende Fix wäre: Nutzer fragen. Machen wir auch – es gibt jetzt eine Auswahl gängiger Einheiten statt eines leeren Textfelds.
Aber jedes Nachfragen ist Arbeit, die wir eigentlich abnehmen wollten. Also merkt sich Sarpia die Antwort. Trägst du für dein Olivenöl einmal 750 ml ein, gilt das ab dann für jeden weiteren Kauf.
Und wenn du noch nie etwas eingetragen hast, wird geraten – aber vernünftig:
- Erst schaut Sarpia auf die Packungsgröße des gescannten Produkts.
- Findet sie die nicht, nimmt sie die Einheit, die in Rezepten für diese Zutat am häufigsten vorkommt.
- Erst wenn beides nichts hergibt, bleibt es bei einer schlichten Annahme.
Der Teil, über den wir gestolpert sind
Beim Bauen ist uns aufgefallen, dass an einer ganz anderen Stelle etwas schieflief: Beim Abhaken auf der Einkaufsliste ging die Menge aus dem Rezept („300 g Nudeln“) verloren – und landete trotzdem als „1 Stk“ im Vorrat. Der Fehler war vorher da, nur nie jemandem aufgefallen, weil das Ergebnis ohnehin immer „1 Stk“ hieß.
Ein zweiter Fund derselben Sorte: Beim Klick auf „Gekocht?“ hat Sarpia die verbrauchte Menge abgezogen, ohne zu prüfen, ob die Einheiten überhaupt zusammenpassen. „500 g Spaghetti“ von „1 Stück Spaghetti“ abzuziehen ergibt rechnerisch -499 – das Ergebnis landete zufällig bei 0 und sah deshalb richtig aus. Aus dem falschen Grund richtig zu liegen ist die unangenehmste Art von Bug, weil sie sich nie von selbst meldet.
Jetzt prüft Sarpia erst, ob die Einheiten zueinander passen. Tun sie es, wird sauber gerechnet. Tun sie es nicht, gilt eine ganze Vorratseinheit als aufgebraucht – bei zwei Packungen Spaghetti bleibt danach eine übrig.
Zwei Abende Arbeit für etwas, das man als Nutzerin bestenfalls daran merkt, dass nichts mehr komisch aussieht. So sind die meisten guten Änderungen.